FSG Burgfarrnbach

Geschichte

Entstehung

Schützenbruderschaften und –Gilden gab es wahrscheinlich schon zu Zeiten Karl des Großen (768 – 814 König des fränkischen Reiches). Aber zu hunderten entstanden sie während der Blütezeit des christlichen Abendlandes ( ca. 1530) mit dem Ziel die Christenheit vor heidnischer Überfremdung und Überflutung zu bewahren. Sie waren eine Art bürgerlich, volkstümliches Gegenstück zu Rittern, eine Heimat-Wehr.

Gründung

Der Deutsche SchützenBund

Der deutsche Schützenbund wurde am 11.Juli. 1861, durch den 1. Präsident Albert Sterzing in Gotha/Thüringen gegründet. Er sah im Schützensport eins der Mittel „deutsche Art und Sitte“ zu pflegen und das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Männern aller deutschen Stämme zu fördern. Ziele des Bundes waren:
„Deutschlands Blüte, Deutschlands Schutz, Deutschlands Höherführung zu dem herrlichsten Gipfel, Nation aller geeinten Deutschen zu werden.“ So Sterzing.

Der Mittelfränkische SchützenBund

Laut einer Kitzinger Chronik bestand am 4.Juli. 1462 ein „fränkischer Schützenbund“ in dem 41 Städte, 42 Märkte und freie Bauernhöfe vereint waren. Zur damaligen Zeit gab es mehrere Kleinödverbände.
Der heutige mittelfränkische Schützenbund gründet sich im Dezember 1884 in Nürnberg. Fast zeitgleich entstand der fränkische Schützenbund, der heute noch besteht, wie es in der Chronik heißt. Im Mai 1887 fand ein Bundesschießen statt, mit genau 111 Teilnehmern aus 25 Vereinen, wo auch Schützen unseres Vereins vertreten waren.

Der SchützenGau Fürth

Am 22.11.1925 wurde der Gau Fürth unter Leitung des Bundesvorsitzenden Albert König, im „Pratersaal“ zu Fürth gegründet. Gründungsmitglieder waren 5 Vereine, darunter auch die ZSG (Zimmerstutzengesellschaft) Burgfarrnbach. Die erste Gaumitgliedermeldung, datiert vom 26.02.1928, betrug 269 gemeldete. Davon waren 13 aus Burgfarrnbach.

Die FeuerSchützenGesellschaft Burgfarrnbach

Die Schützengesellschaft Burgfarrnbach besteht nachweislich einer Kopie von einer alten Scheibe, vom Jahre 1707 mit kurzen Unterbrechungen, seit Anfang des vorigen Jahrhunderts.
Im Jahr 1790 wurde Burgfarrnbach das erste mal in einem Ladebrief erwähnt. Laut dem Brief fand eine Schießveranstaltung statt, wo Burgfarrnbach gegen Nürnberg antrat. Außerdem waren die Burgfarnnbacher Schützen, an der Vorarbeitung der Gründung des mittelfränkischen Schützenbundes 1884, bei Konstitutionen beteiligt. Seit dem Jahre 1885 besteht der Schützenverein ohne Unterbrechung.
Silvester 1895 brannte das Vereinsheim „Gasthaus zum Bären“ ab und wurde neu erbaut. Was allerdings nicht das erste mal war. Im Stadtarchiv gibt es einen Artikel in dem folgendes geschrieben steht :
„1871 - Immobiliarbrandentschädigung der Feuerschützengesellschaft daher wegen Blitzschlages.“
Im Juli 1920 beschlossen einige Mitglieder sich mit dem Verein SG Fürth, zusammen zu schließen. Alles wurde dem „neuen“ Verein FSG Fürth – Burgfarrnbach übertragen.
Zur Kirchweih im Juli. 1923 gab es ein Eröffnungsschießen um Mitglieder zu gewinnen. Im Gegenteil des erhofften Zugangs, begann es kurz darauf zwischen beiden Urgesellschaften zu kriseln.
Man warf den Fürthern vor, sie hatten das Eigentumsrecht der Burgfarrnbacher verletzt. Eine gütliche Einigung zu finden, scheiterte des öfteren.
Die Burgfarrnbacher konnten allerdings einen akzeptablen Pachtvertrag für das Schießgelände aushandeln: 40 RM – jährlich – für 25 Jahre
In den folgenden Jahren trat die FSG Burgfarrnbach durch Zimmerstutzen und Kleinkaliber mehr in Erscheinung als mit der ursprünglichen Waffe.
1942 übernahm ein Militärverein das Gelände und ein Jahr später wurde es privat verpachtet.
1952 hat die Stadt Fürth das Gelände für 6000 DM gekauft. Damit verlor der Verein für eine Neugründung das alte Schießgelände und es zerfiel leider vollends.
Ihre schöne Traditionskette ist aber mittlerweile ein Würdezeichen der Schützenkönige des Gaues Fürth.

Geschrieben von Carola Ascherl
Quellen: Stadtarchiv Burgfarrnbach & Buch "Mittelfränkischer Schützenbund"

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